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Haruka no Hikari no Kinkoku

(ehem. Metallprovinz)

Haruka no Hikari no Kinkoku (kurz Kinkoku) war als Metallprovinz die jüngste der Provinzen Makrabars. Vor dem Zorn des Phönix war das Gebiet, das heute Kinkoku darstellt noch als Sternprovinz bekannt. Damit war Kinkoku die einzige Provinz, die zwar auf eine lange Geschichte, aber nur eine kurze Tradition zurückblicken konnte. Zwar sind die Schmieden, Kriegerakademien und Kampfschulen so alt, dass ihre Anfänge sich im Dunst der Legenden verlieren, aber sie unterstanden in vergangener Zeit verschiedenen Mitgliedern der Familie Xiaoyu.

Die ehemalige Metallprovinz galt als kriegerischste unter den makrabarischen Provinzen. Jeder, der in Makrabar ein Krieger von Rang und Namen werden wollte, hat dort zumindest einen Teil seiner Ausbildung erhalten. Die Truppen der Metallprovinz galten als Schützer und Bewahrer des ganzen Landes. Außerdem wurden hier Waffen und Schiffe für ganz Makrabar hergestellt. Mit Beginn des 2037. Zyklus entluden sich die seit Mitte des 2036. Zyklus angestauten Anspannungen jedoch in der Art, dass der Jadepalast keinen anderen Weg mehr sah, als das Gebiet des Metalls vom Rest Makrabars loszusagen. Wenngleich von den Makrabari mitunter noch von der 'Metallprovinz' gesprochen wird, so doch lediglich aus Gewohnheit. Auch sehen sich die Bewohner des Landstrichs noch als Makrabari und einige sehen in der Abtrennung nur einen vorübergehenden Zustand, doch wie es makrabarische Tradition ist, beugt man sich dem Willen des Jadepalastes, wenn auch widerwillig. So ließen die sieben Kinsho welche das Gebiet des Metalls regieren am 6. Tag im Segment der Reise zur Zeit des Schlafes im 2037. Zyklus verkünden, dass „es allein dem Zwilingsgestirn ansteht, ein ganzes Volk aus der Mitte Makrabars zu verbannen.“

Am 11. Tag im Segment der Herrschaft zur Zeit der Fische im 2037. Zyklus wurde die Abtrennung des Metallgebiets durch die Kristallprinzessin bestätigt und das Gebiet der Königin Salviens, der Ziehtochter des Gottkaisers, Haruka zugesprochen. Im Zuge dieser Ankündigung wurde auch der neue Name des Landstriches „Haruka no Hikari no Kinkoku“ verkündet.

Wenn also irgendwo im Wiki ein Bezug auf die 'Metallprovinz' genommen wird, so ist damit Haruka no Hikari no Kinkoku gemeint


Historisches - Aufstieg des Tigers

Als sich die Xiaoyus der östlichen Berge sämtlich gegen den Göttlichen Kaiser verschworen hatten, trotzte ihnen nur ein einzelner Mann: Tora Akira, der damals eine unbedeutende Stelle im Heer des glänzenden Hochphönix innehatte. Er war in Zhengqi aufgewachsen, hatte eine militärische Ausbildung erhalten und war aufgrund seiner Leistungen im Heer des Hochphönix aufgenommen worden. Da er allerdings aus einer nicht-adeligen Familie stammte, hatte er keine Aussichten auf einen höheren Posten. Doch als er sah, dass die adeligen Familien, die sich einerseits der Verwandtschaft mit dem göttlichen Kaiser rühmten, aber gleichzeitig auf unehrenhafteste Weise gegen ihn intrigierten, grämte er sich sehr. Über diese Unruhe seines Herzens sprach er mit einer Schwester des Lichtes, die ihn daraufhin zum Hochphönix und seiner leuchtenden Schwester geleitete. Dort fand seine Besorgnis um das Wohl des Landes und des strahlenden Zwillingsgestirns Gehör und sein Geist wurde geprüft.


Das Phönixpaar beschloss in Gnade und Weisheit, Tora Akira zu ihrem General zu ernennen. Die Klugheit und Voraussicht dieser Entscheidung zeigte sich auch bald im Zorn des Phönix. Keinen Kampf und keine Schlacht verloren die Soldaten unter Tora Akira. Er selbst war seinen Männern und Frauen ein leuchtendes Vorbild – stets war er in der ersten Reihe zu sehen, wie er die feindlichen Soldaten einschüchterte und seinen eigenen Mut und Stärke verlieh. Die letzte Schlacht des Zorns des Phönix war auch der letzte Kampf Tora Akiras: Das Bollwerk Zhengqi hatte fast den gesamten Krieg unbeschadet überstanden: Der Hochphönix hatte angeordnet, dass diese Hochburg des Verrats und der Missgunst zuletzt einzunehmen sei, um den Triumph nur noch süßer zu machen und die Gerechtigkeit seiner herrlichen Herrschaft umso mehr strahlen zu lassen. Tora Akira selbst bestand darauf, diesen Angriff zu führen. Seine Männer und Frauen waren klug, geschickt und kampferfahren. Sie folgten diszipliniert den Befehlen ihres großen Generals und griffen Zhengqi nach einer äußerst ausgefeilten Strategie an. Als der General der Xiaoyus von Zhengqi dies sah, verzweifelte er. Waren doch seine Bollwerke und seine Soldaten nicht in der Lage, diesen Angriff abzuwehren. Und so traf er eine schreckliche Entscheidung: Er befahl einem Attentäter, Tora Akira in der Nacht in seinem Zelt zu töten. Tora Arika allerdings, der nicht nur mit Waffen umgehen konnte, sondern auch die Kunst des waffenlosen Kampf beherrschte, erwehrte sich des Anschlags und stellte den Attentäter. Als bekannt wurde, dass der General von Zhengqi zu solch unehrenhaften Maßnahmen gegriffen hatte, entleibte sich die Hälfte seiner Soldaten – die anderen warfen ihre Waffen fort und schnitten ihre Perlenzöpfe ab, um fortan als Unehrenhafte zu leben.

Was Tora Akira bedauerlicherweise nicht wusste, war dass der Attentäter nicht nur eine Klinge trug, sondern auch ein vergiftetes Gewand. Als Tora Akira sich wehrte, berührte er das Gewand. Innerhalb weniger Tage nach dem Triumph des Phönix alterte der General um Jahrzehnte und verstarb schließlich an dem Tag, an dem er dem göttlichen Kaiser Zhengqi präsentieren konnte. Seinem fähigsten General zu Ehren setzte Hante Xiaoyu dessen jüngeren Bruder, Tora Yamamoto als Provinzmeister ein. Er war der Vater des früheren Provinzmeisters Tora Yoshi.

Karte:

Regionen Kinkokus

Die große Zentralebene Odaira

大平

Das Odaira (große Ebene) genannte Flachland im Herzen von Kinkoku gilt als „Speisekammer der Provinz“. Bis zum Horizont erstrecken sich die Felder mit Reis, Sojabohnen und anderem Gemüse, dazwischen weidet das Vieh und blühen die Kaki-, Nashi- und Mandarinenbäume. Im nördlicher gelegenen Hügelland wird schon seit Jahrhunderten Tee angebaut, der vor allem in den nebelverhangenen Hochlagen einen wunderbaren Geschmack entfaltet. Er gibt dieser Gegend ihren Namen Chayama (Teeberge).

Die Bewohner von Odaira sind demnach hauptsächlich Bauern und führen, verglichen mit anderen Gegenden der Provinz, ein recht ruhiges und sicheres Leben. In den Kleinstädten und Dörfern gibt es zudem viele geschätzte Handwerker, die als gefragte Meister ihres Faches das ganze Land bereisen.

Die große Ebene wird im Norden durchzogen von der Straße, die von Xiaoyu nach Osten führt und Kitasendo genannt wird. An ihrem Verlauf konzentrieren sich die kleineren und größeren Städte der Region. Hier blüht der Handel mit den Gütern des Landes ebenso wie der Austausch von Fähigkeiten und Wissen. Eine weitere wichtige Handelsroute ist der Fluss Huixin (im lokalen Dialekt Ueji-gawa), der etwas weiter südlich verläuft. Ganz im Süden quert eine weitere Handelsstraße, der Nansendo, von der Wasserprovinz Makrabars aus in Richtung der Hauptstadt Zhengqi. Um Norden und Süden zu verbinden, wurde in der Mitte jüngst eine weitere Straße errichtet, die Nakasendo heißt.

Neben den landwirtschaftlichen Gütern liefert die Ebene Kinkokus noch einen weiteren wichtigen Rohstoff: die Stein- und Braunkohle, die in den südlicher gelegenen Städten dazu dient, die ewig hungrigen Schlote der Schmieden und Gießereien anzuheizen. Manch ein kleines Dorf musste deshalb schon einer Kohlegrube weichen. Doch wie alle Einwohner Kinkokus sind auch die Menschen von Odaira schicksalsergeben und anpassungsfähig: „Wenn man dein Feld aufgraben will, nimm selbst die Schaufel – und lass es dir gut bezahlen.“, sagt ein hiesiges Sprichwort.

In den vergangenen Zyklen hat sich durch wiederholte Kriegszüge die Zahl der Bauern in Odaira empfindlich reduziert. Viele junge Männer und Frauen folgten dem Ruf ihres Provinzmeisters – und sicher auch einer gewissen Abenteuerlust – und brachen in ferne Gegenden auf um aufs Schlachtfeld zu ziehen. Eine nicht unerhebliche Zahl von ihnen kehrte niemals zurück. Inzwischen sind ganze Dörfer verwaist oder nur noch von alten Menschen bewohnt und die Felder liegen brach. Der Reisanbau wurde davon so schwer beeinträchtigt, das in der Metallprovinz Hungersnöte ausbrachen. Der damalige Metallprovinzmeister griff schließlich zu einem nie dagewesen Mittel: Er lud Gaijin-Bauern ein, die verlassenen Felder zu bewirtschaften. Wie sich dieses Experiment auszahlen wird, bleibt noch abzuwarten. Die eher traditionell eingestellten Einheimischen jedenfalls schauen mit Argwohn auf ihre neuen Nachbarn.

Größere Städte:

Chuin Jo, die Akademiestadt, ist berühmt für ihre Militärakademie. Es ist die größte in ganz Kinkoku – und noch immer wächst sie dank der ehrgeizigen Pläne der Landesverwaltung. Hier angenommen zu werden ist nicht einfach und erfordert harte Prüfungen. Doch die Ausbildung selbst ist noch viel kräftezehrender. Wer sie übersteht kann sich mit Recht einen Krieger nennen. Neben einfachen Ashigaru (Soldaten) werden auch höhere Ränge der Truppen ausgebildet. Außerdem gibt es um die Militärakademie herum nicht minder gerühmte Schulen für die verschiedensten Handwerke, die dem Militär zuliefern sowie eine Hochschule (Gakuin), deren Studenten in Politik, Literatur, Naturwissenschaft und Philosophie ausgebildet werden um später Regierungsbeamte zu werden. Chuin Jo ist die zweitgrößte Stadt Kinkokus.

Das wichtigste Handelszentrum im Norden der Ebene ist die Stadt Kitada-machi. Hier werden Güter aus den umliegenden Gebieten und aus den Bergen von Okuyama gehandelt. Hier gibt es auch einen bei Kennern berühmten Markt für den Tee der Bauern von Chayama.

Die Küste

Die langgezogene Küste im Süden des Landes ist gesäumt von unzähligen kleinen Fischerdörfern. Tag für Tag brechen hunderte Boote von hier auf, um auf dem offenen Meer die großen und kleinen Schätze der See in ihre Netze zu holen. Des nachts leuchten schwimmende Laternen in den Buchten um Krabben und Tintenfische anzulocken. Besonders Mutige wagen sich in wochenlangen Fahrten weiter hinaus um mit Harpunen Thunfisch und Wale zu jagen. Wenn sie erfolgreich heimkehren, ist dies jedes Mal ein Fest für ihr ganzes Dorf. Ähnlich bewundert sind nur die Muscheltaucher, die in jahrelanger Übung ihre Lungen stählen, bis sie lang genug unter Wasser bleiben können um in den Tiefen des Meeres nach Muscheln zum Essen oder jene mit den begehrten weißen und schwarzen Perlen zu finden.

Die Menschen der Küste leben ihr Leben im Einklang mit der See. Wie das Meer, das sie ernährt und reich beschenkt, aber ebenso plötzlich töten kann, gelten sie als aufbrausend und etwas unberechenbar, aber auch voller Energie. Dies zeigt sich besonders in den Festen, die in den Sommermonaten hier stattfinden. In wilden Tänzen und rhythmischen Gesängen zeigen die jungen Leute hier ihre Kraft und Lebenslust.

Neben diesen hunderte Zyklen alten Traditionen und der archaischen Lebensweise der Fischer ist die Küste in jüngerer Zeit gezeichnet vom Siegeszug des Metalls. Viele frühere Fischerdörfer sind inzwischen zu Städten angewachsen, zu Konglomeraten aus Gießereien, Hochöfen und Schmieden, dicht gedrängt um geschäftige Häfen und verstopfte Handelsstraßen. Die alten Häuschen aus früherer Zeit ducken sich in den Schatten der Schornsteine und in den Buchten schwimmen tote Fische im Abwasser der Eisenhütten. Was für viele ein Wunder des Fortschritts und ein Ausblick in eine glorreiche Zukunft ist, erfüllt gerade die älteren Menschen mit Angst und Wehmut.

Größere Städte:

Die einwohnerzahlenmäßig größte Stadt der Küste ist die Unterstadt von Zhang Qi (Zhang Qi Shitamachi), die gegenüber der Hauptstadtinsel auf dem Festland liegt.

Eine andere wichtige Stadt ist Yoganiwa, das unter anderem für die in ganz Kinkoku verbreiteten indigoblauen Stoffe bekannt ist, die mit Hilfe hier zu findender Muscheln ihre einzigartige Farbe erhalten.

Eine der berühmtesten Sehenswürdigkeiten Kinkokus ist die Insel Matsushima vor dem westlichen Ende der Küste. Wie eine Nadel ragt sie als einzelner, von windgebeugten Kiefern bewachsener Felsen mehrere hundert Schritt hoch aus dem Meer. An den steilen Wänden findet nur ein einziges Gebäude Platz: der Tempel Zuiganji, erbaut aus dunklem Kiefernholz und im Laufe der Zeitalter Rückzugsort vieler großer Denker. Die ergreifende Szenerie hat schon viele Poeten inspiriert und ist auf unzähligen Gemälden verewigt.

An der südöstlichen Küste liegt in einer Bucht die Stadt Daifuku. Hier leben zum größten Teil Händler und Fischer die mit ihren Booten auf das Meer hinaus fahren. Jedoch haben einige der besten Schmieden Kinkokus hier ihre Essen. Anders als in der Hauptstadt des Landes, ist die Schmiedekunst allerdings keineswegs industriell organisiert. Viele Schmiede in Daifuku arbeiten nach dem Vorbild ihrer Vorväter, um das Ansehen ihrer Ahnen durch das Erhalten ihrer Jahrhunderte alten Kunst zu ehren und diese stetig zu vervollkommnen. Dadurch sind die Schmiede von Daifuku in weit über die Landesgrenzen hinaus als wahre Meister ihrer Zunft bekannt. Natürlich werden in Zhang Qi weit mehr Klingen gefertigt als in Daifuku, aber einige der legendärsten Schwerter Makrabars stammen aus den Schmiedeöfen dieser Stadt. Daifuku wird seit Zeiten vor dem Zorn des Phönix vom Clan Hida verwaltet.

Der Nordosten

奥山・天橋

Okuyama und die Himmelsbrücke (Tembashi)

Der östlichste Rand Kinkokus ist eine gebirgige Landschaft, geprägt von schroffen Berghängen, schmalen Tälern und Schluchten, eisigen Gipfeln und kargen Hochebenen. Der Teil des Gebirges vom äußersten Norden des Landes bis zum Fluss Huixing wird als Okuyama (in etwa: tief in den Bergen) oder einfach Touhoku (Nordosten) bezeichnet. Obwohl das Gebirge insgesamt weniger hoch ist als das an der nördlichen Grenze Makrabars finden sich hier einige der „100 berühmten Gipfel“ des Landes wie der weiße Berg Shirane, der schlafende Vulkan Ontake, der sagenumwobene Tengu-dake, und die Speerspitze des Yarigatake-Massivs.

Hier liegt außerdem die Himmelsbrücke, welche einmal das Tor Makrabars nach Osten darstellte, über die man ins Nachbarland Tulenin gelangen kann. Die Straße dorthin ist eine wichtige Handelsroute und gesäumt von mehreren kleinen Dörfern in jeweils etwa einer Tagesreise Abstand, in denen Reisende sich in Teehäusern stärken und in einem Ryokan ein Lager für die Nacht finden können. Das letzte und gleichzeitig größte dieser Dörfer in Tembashi-no-mura, die Siedlung direkt an der kinkokuschen Seite der Himmelsbrücke. Hier, wie auch am ganzen Weg, gibt es eine starke Militärpräsenz, die sowohl einen Schutz gegen Eindringlinge von außen als auch gegen Räuber auf dem Weg bietet. Gleichzeitig ist das Dorf als Grenzsiedlung solange die Brücke geöffnet ist auch ein kultureller Austauschort und es gibt dort sogar ein Gasthaus, welches sich speziell auf den Geschmack der Gaijin eingestellt hat. Die meisten Händler von außerhalb reisen allerdings von hier nicht weiter ins Landesinnere.

Trotz dieser wichtigen Handelsroute ist Okuyama die ärmste Gegend Kinkokus. Denn abseits der Straße gibt es, kurz gesagt, nur viele Berge und viel nichts. In den engen, meist nur schwer und im Winter gar nicht zugänglichen Bergtälern, ringen verstreute Bauernfamilien dem kargen Boden gerade genug ab, um nur halb zu verhungern. Reis gedeiht hier nicht, da es wenig regnet und im Winter extrem kalt ist. Stattdessen baut man Buchweizen an, aus dem Sobanudeln hergestellt werden. In den nicht völlig unzugänglichen Gebieten wird Holz gefällt, welches dann in lebensgefährlichen Fahrten über die engen Klammflüsse ins Landesinnere geflößt wird. In grenznahen Gegenden betätigt sich auch so mancher Bergbewohner in Geheimen als Schmuggler, oder, wie man es hier nennt, als yamayagi (Bergziege). Dieses Geschäft ist ebenfalls sehr gefährlich und großer Reichtum ist auch hier nicht zu erwarten.

Die Menschen von Okuyama gelten als zurückhaltend, leidensfähig und zäh und, aufgrund ihres meist geringen Kontaktes zur Außenwelt, als äußerst hinterwäldlerisch. Viele von ihnen können weder lesen noch schreiben, sind sehr abergläubisch und wissen kaum etwas über die weitere Welt. In den abgelegeneren Tälern wird ein starker Dialekt gesprochen, der für viele Leute im Rest des Landes beinahe unverständlich und häufiges Ziel von Spott ist. Gerade in großen Städten wie Zhang Qi gilt ein „Bauer aus Okuyama“ als Inbegriff der Landei-Naivität und es gibt eine eigene Art von Witzen, die sich allein diesem Thema widmet. Gleichzeitig wird gerade unter Künstlern das Bild des einsamen, der Natur trotzenden Bergbewohners oft positiv verklärt und reiche Damen gefallen sich darin, nach Naturkatastrophen wie Erdrutschen oder besonders harten Wintern einzelne yama no ko (Bergkinder) in die Stadt zu „retten“.

Nichts von solchen Vorstellungen entspricht wohl der Realität des Lebens der Menschen in Okuyama, die vor allem eines ist: Hart, entbehrungsreich und nur mit Humor und Demut zu ertragen. Dieses Lebensgefühl drückt sich besonders in der Musik aus dieser Region aus, die für getragene, gefühlvolle Lieder einerseits und einen äußerst schnellen, rhythmischen Stil im Spiel der Shamisen anderseits bekannt ist.

Eine weitere nennenswerte Gruppe von Bewohnern neben den Bauern sind Mönche und Nonnen, die in Bergklöstern oder als einzelne Einsiedler in Höhlen leben. Viele von ihnen sind, wie auch anderswo in Kinkoku, so genannte Kriegermönche (souhei) und als solche gefürchtete Gegner im waffenlosen Kampf und im Kampf mit dem Stab. Außerdem wird ihr Wissen um die heilsamen und schädlichen Wirkungen der Bergkräuter sehr geschätzt.

Da Okuyama, wie der Rest Kinkokus, einst ein Teil der Sternenprovinz war, sind unter den Bewohnern angeblich auch Angehörige alter Samuraifamilien, die nach dem Zorn des Phönix hierher flohen und nun ihr Leben als Bergbauern bestreiten. Sie halten sich jedoch bedeckt und leben vereinzelt und abgeschieden.

Zu guter Letzt gilt es noch, einen nicht-menschlichen Bewohner zu erwähnen, der in den verschneiten Wäldern vereinzelt gesichtet werden kann: Der berühmte Schneetiger. Mit seinem silbrigweißen Fell perfekt getarnt durchstreift er auf gnadenloser Jagd die Bergwelt. Zurecht gilt er vielen als ein Kami der Berge und wird mitunter in Schreinen verehrt.

Ginbako - Die Berge der Minen

銀箱

Die Bergregion südlich des Hiuxi-Flusses, am östlichen Rand des Landes wird Ginbako (Silbertruhe) genannt, da sie die Hauptquelle für den wichtigsten Rohstoff des Landes ist: Metall in seinen verschiedensten Formen. Neben Silber wird hier vor allem Eisenerz gefunden aber auch einzelne Gold-, Schwefel- und Diamantenminen sind in Betrieb.

Praktisch die ganze Region lebt vom Bergbau. Unter den Arbeitern in den Minen findet sich ein buntes Volk aus dem ganzen Land: Sträflinge, Glücksritter, verarmte Bauern, unehrenhaft entlassene Soldaten – jedem gibt der Berg freiwillig der unfreiwillig eine neue Chance. Da der Erzabbau für Kinkoku von ungemein großer Bedeutung ist, sorgt die Verwaltung erstaunlich gut für die Sicherheit und das Auskommen der Bergleute. Abgesehen von den Strafarbeitern werden sie für ihren Einsatz auch verlockend gut bezahlt.

Allerdings ist die dennoch Arbeit hochgefährlich. Stolleneinstürze, Explosionen und giftige Gase kosten beinahe die Hälfte aller Arbeiter früher oder später das Leben, ganz zu schweigen vom Staub in den Lungen, der Hitze unter Tage und dem mangelnden Tageslicht. „Wenn du nach Ginbako gehst, kommst du ganz sicher mit einer Kiste nach hause: Entweder ist Geld drin, oder deine Asche.“, sagt man deshalb warnend in anderen Teilen Kinkokus.

Über Tage gibt es um die Minen herum viele kleine Siedlungen, in den die Familien der Arbeiter leben sowie zahlreiche Händler, die für den Weitertransport der Erze ins Landesinnere sorgen. Die Minenverwaltung ist nahezu komplett in der Hand der Regierung, die alle Gewinne daraus einzieht. Die wenigen privaten Minen gehören Familien, die auf irgendeine Weise eng mit der Regierung verbunden sind und so an dieses lukrative Geschäft kommen konnten.

Schatzsucher und Abenteuerlustige werden immer wieder von sagenumwobenen verlassenen Minen und Schächten angezogen, in denen angeblich, meist bewacht von allerlei garstigen Geistern, verlorene Schätze lagern sollen. Nicht wenige brechen sich auf der Suche den Hals und kehren nie zurück.

Die verlorenen Inseln - Nanjima

南島

Mehrere Meilen südlichöstlich von Zhang Qi befand sich früher inmitten der rauhen See ein kleines, noch zu KInkoku gehörendes Archipel aus etwa drei Handvoll Inseln, welches Nanjima (südliche Inseln) genannt wurde. Dieses Archipel wurde im Frühjahr des 2016. Zyklus durch ein Seebeben und einen darauf folgenden Tsunami praktisch vollständig zerstört und unbewohnbar gemacht. Von den Einwohnern überlebten nur wenige hundert, die entweder gerade anderswo unterwegs oder nach dem Beben auf See geflüchtet waren. Von jenen, die sich bei Eintreffen noch auf den Inseln befanden, überlebte niemand.

Wieviele Inseln es genau waren, steht nicht fest, da manche zu bestimmten Jahreszeiten ganz vom Meer überspült waren und auch die geringe Größe von nur wenigen Schritt das Entdecken und Zählen der kleineren Inseln schwierig machte. Ryuujima (Dracheninsel), die größte der Inseln, durchmaß an ihrer breitesten Stelle immerhin fünfzehntausend Schritt und beherbergte mehrere Dörfer.

Die Bewohner der südlichen Inseln lebten vom Fischfang und von den Früchten der Palmen und kleinen Wälder auf den größeren Inseln. Durch ihre abgeschiedene Lage hatten sie kaum Kontakt nach außen und standen auch nicht im Interesse der Mächte auf dem Festland. So verlief ihr Leben in ruhigen, äußerst entspannten Bahnen und mit heiterer Gelassenheit. Kaum etwas trübte das beschauliche Dasein, abgesehen von den jährlichen Taifunen, die jedoch trotz ihrer Zerstörungen ohne Klagen hingenommen werden.

In ihrer Einsamkeit hatten die Inseln eine ganz eigene Poesie und Musik entwickelt sowie eine eigene Form von Kampfkunst, die sich in Ermangelung von Metallwaffen vor allem auf den Kampf ohne Waffen und mit Stöcken konzentriert. Zudem begeisterten sich viele Inselbewohner für einen ganz besonderen Sport: das Wellenreiten auf Holzbrettern. All diese Kulturgüter werden auch jetzt noch von den Nanjima-jin im Exil gepflegt.

Völlig abgeschieden waren die Inseln nie. Selbst vor langer Zeit schon überquerten Boote aus Nanjima immer wieder die vielen Meilen offenen Meeres bis zum Festland von Makrabar. Noch heute werden die Fähigkeiten der Nanjima-jin als Seefahrer im ganzen Land geschätzt. Ihr über Generationen vermitteltes Wissen über die Strömungen des Meeres und die Navigation anhand der Sterne ist auch über ihre Heimat hinaus sehr gefragt. So finden sich in den Hafenstädten auf dem Festland und in Zhang Qi manche von ihnen an Bord großer Schiffe.

Die meisten Nanjima-jin sehnen sich zurück nach den weißen Stränden und dem grünblauen Wasser der südlichen See und natürlich nach den vielen lieben Menschen, die sie in der Katastrophe verloren haben. Kaum jemand von ihnen hat sich wirklich an das Leben auf dem Festland gewöhnen können.

Einmal im Jahr, am 8. Tag im Segment der Stille zur Zeit des Schlafes, gedenkt Kinkoku am Shima no hi der Opfer der Katastrophe. Die Nanjima-jin kommen dann zusammen, entzünden Räucherstäbchen für ihre Verstorbenen und singen gemeinsam das „Lied der Inseln“ (shima uta): „Fliege auf dem Wind, zusammen mit den Vögeln und überquere das Meer, mein Lied von den Inseln, trage meine Tränen mit dir.“

Feste und Feiertage

Wie auch in den Provinzen Makrabars gibt es in Kinkoku neben den allgemeinen makrabarischen Festen auch besondere Feste und Feiertage. Eine (noch unvollständige) Liste findet sich hier:

Winter:

Neujahrsfest - Am ersten Tag des Jahres kommen traditionell die Familien zusammen, um an einem Schrein für ein erfolgreiches und glückliches neues Jahr zu beten und ihre Horoskope für das Jahr zu erfahren. Oft gibt es auch Festessen, eine typische Speise sind Reisküchlein und Mandarinen. In der ersten Woche des Jahres finden zudem in Zhang Qi traditionell die Meisterschaften der Ringer statt.

Yuki no matsuri - (11. Tag im Segment der Stille zur Zeit des Eises) Ein Fest, bei dem große Schnee- und Eisskulpturen errichtet werden. Einigen Legenden nach, geht es auf Übungen zurück, bei denen Soldaten mit bloßen Händen den Schnee und das Eis formen mussten. Andere Sagen verweisen auf die Schneefrauen - Yuki no Onna - die an diesem Tag besonders häufig zu sehen sein soll. In manchen Dörfern ist es üblich, dass die jungen und hübschen Mädchen am Abend einen Tanz aufführen, um alle Burschen abzulenken, damit keiner hinausgeht und sich in eine der wunderschönen aber grausamen Schneefrauen verliebt.

Frühjahr:

Shima no hi - (8. Tag im Segment der Stille zur Zeit des Schlafs) Gedenktag für die Opfer des Tsunamis, der im 2016. Zyklus das Nanjima-Archipel auslöschte.

Hanami - (ca. zwei Wochen, meist am Ende der Zeit de Schlafs) Das Krischblütenfest ist, wei in manch anderer Provinz auch in Kinkoku beliebt. Wer immer die Zeit findet, setzt sich mit Freunden und Familie unter einen Kirschbaum, bewundert die Blüten und lässt es sich bei Sake und leckerem Picknick gutgehen.

1. Tag im Segment der Reise zur Zeit des Erwachens - Traditionell der Tag, an dem neue Jahrgänge der Truppen sowie an Akademien und Schulen ihren „ersten Schultag“ antreten, meist verbunden mit großen Empfangszeremonien.

Budo no matsuri - (1. Tag im Segment der Reise zur Zeit der Fische, vor allem in Zhang Qi) An diesem Tag präsentieren die Kampfkunstschulen aus des Landes das Können ihrer besten Schüler auf den Straßen und Plätzen von Zhang Qi. Zur Teilnahme ausgewählt zu werden ist eine große Ehre und einer Kriegerkarriere sehr förderlich.

Sommer:

Den ganzen Sommer über ist es beliebt, Feste zum Betrachten des Mondes (Tsukimi) und der Glühwürmchen abzuhalten.

Tanabata - (11. Tag im Segment der Herrschaft zur Zeit des Bären) Ein fröhliches Fest mit viel Gesang, Tanz und Alkohol. Das Fest basiert auf einer Legende, wonach die Sterne, die die Weber-Prinzessin und den Kuhhirten repräsentieren, sich nur an diesem einen Tag treffen und miteinander glücklich sein konnten. Traditionell werden an diesem Tag viele Verlobungen und Hochzeiten geschlossen. Es heißt, dass es großes Unglück bringe, an diesem Tag in den Krieg zu ziehen.

Soran matsuri - (während der Zeit des Kranichs zu verschiedenen Zeiten entlang der Küste) bei diesem Fest zeigen die jungen Leute der Fischerdörfer an der Küste ihr Können in energiegeladenen Tänzen. Mitunter treten auch verschiedene Gruppen gegeneinander an.

Yamakasa - (11. Tag im Segment der Reise zur Zeit der Ernte) Während dieses Festes treten verschiedene Teams gegeneinander an, um schwere, aber festliche geschmückte Tragen in der größten Mittagshitze durch die Städte zu tragen. Das Team, das am schnellsten ist, ohne dass die Trage beschädigt wird, gewinnt. Dieses Fest spornt die Bevölkerung zu Training und höchster Kraftanstrengung an und ist darum auch bei Tora Yoshi sehr beliebt.

Ryofune Matsuri - (Erster Tag im Segment der Herrschaft zur Zeit des Ernte) Die Tradition des Drachenboot-Rennens wurde aus der Wasserprovinz übernommen. Wie so oft in Kinkoku steht hierbei der Wettkampf-Gedanke im Vordergrund, und so ist es kein Wunder, dass sich an diesem Tag verschiedene Mannschaften miteinander messen. Im Übrigen oft die gleichen, die tags zuvor schon auf dem Yamakasa Fest gemeinsam gestritten haben.

Nebuta Matsuri - (11. Tag Herrschaft in der Zeit der Ernte) Für dieses Fest werden (über-)lebensgroße Papierfiguren hergestellt, die sehr oft Krieger, Monster und berühmte Personen darstellen. Diese werden durch die Straßen getragen und am Abend auf das Wasser gesetzt oder verbrannt - man glaubt, dass die Figuren während sie durch die Straßen reisen, alles Schlechte in sich aufsaugen und man dies dadurch vertreiben könnte. Gerade zum Ende des Sommers möchte man schließlich nicht von schlechten Geistern, die Krankheit und Tod bringen, heimgesucht werden. In vielen Städten finden zudem an diesem Tag Wettkämpfe im Ringen und waffenlosen Kampf statt. Zudem ist es ein Tag, an dem zahllose Theatergruppen Heldensagen aufführen und bekannte Schlachten nachspielen.

Herbst:

Den ganzen Herbst über ist das Drachensteigen mit kunstvoll gestaltenen Papierdrachen und die Betrachtung des Herbstlaubes ein beliebter Anlass für Festlichkeiten.

Das Lächeln des Phönix (Bushi) - (4. Tag im Segment der Reise zur Zeit des Käfers) Dieser Tag markiert den Jahrestag des Sieges über Zhenqi und damit als Ende des Zorn des Phönix. Im ganzen Land finden vereinzelt Militärparaden und Kampfkunst- Wettbewerbe, aber auch Feste mit Armenspeisung statt.

Gempukku - (10. Tag im Segment der Stille zur Zeit des Käfers) Ein Fest der ritualisierten Erwachsenenwerdung, bei der Knaben zu Männern und Mädchen zu Frauen werden.

Yabusame - (letzter Tag zur Zeit des Käfers) An diesem Festtag werden überall im Land Wettbewerb angehalten, in denen berittene Bogenschützen so schnell wie möglich an einer Reihe von Zielen vorbeireiten und dabei nacheinander soviele Ziele wie möglich treffen müssen. Das Ereignis wird jedes Jahr von vielen Menschen verfolgt - nicht nur wegen der hohen Wettsummen, die dabei mit im Spiel sind.

Jagdfest - (10. Tag im Segment der Reise zur Zeit der Winde) Ein Fest, bei dem man sich mit allerlei Jagdspielen beschäftigt. Oft wird ein weißer Hase gejagt - oder in neuerer Zeit gar ein Fuchs. Wer das Tier erlegt wird zum Sieger gekürt und erhält einen Preis - oft genug das Herz des erlegten Tieres. Auch in der Jugend gibt es allerlei Fangenspiele, bei dem es darum geht, ein “Opfer” aufzustöbern und zu hetzen, bis man es entweder gefangen hat oder es entkommen konnte. Es heißt, dass in früheren Zeiten Kriegsgefangene und Verbrecher gehetzt wurden und die Verfolger echte Waffen hatten. Am Abend kommt man dann traditionell bei Alkohol und Essen vom heißen Stein zusammen.

Himatsuri - (letzter Tag in der Zeit der Winde) Das Feuerfest wird vor allem in den bergigen Regionen abgehalten. Auf den umliegenden Bergen werden im Morgengrauen große Feuer entzündet, von denen dann Läufern oder Reiter in halsbrecherischem Tempo ins Tal aufbrechen, um das Licht der Feuer - sinnbildlich für die Strahlen der Sonne - in einen Schrein oder Tempel zu bringen. Gelingt ihnen dies nicht bis zum nächsten Morgen, wird die dunkle Zeit des kommenden Winters nicht wieder enden, heißt es. Vor den Tempeln ist meist bereits eine große Gemeinde versammelt, die auf den Träger des Feuers wartet und seine oder ihre Ankunft feiert.

Die Truppen Kinkokus

Kinkoku besitzt eine eigenständige Armee aus treuen Soldaten. Die Soldaten gelten als gut ausgebildet und wurden, als Kinkoku noch Teil Makrabars war, auch über die Provinz hinaus für Aufgaben eingesetzt, die ganz Makrabar betrafen. Der Generalstab aus sieben Generälen (kinsho) sitzt in Zhang Qi.

Die Truppengattungen umfassen:
Fußtruppen (hoheitai), Schützen (itetai), Reiter (kiheitai), Pioniere/Belagerungstruppen/Sprengtrupps (senkutai), Unterstützungstruppen (hojoutai), Marine (kaigun), Späher/Einzelkämpfer (sekkoutai).
Jeder Truppengattug steht ein kinsho (goldener) General vor. Zudem gibt es bei einzelnen Einsätzen gemischte Truppen, die von einem ginsho (silberner General) geführt werden.

Militärische Ränge in aufsteigender Reihenfolge:
Ashigaru (einfacher Soldat)
Gunso (Anführer einer Gruppe von 10 Soldaten)
Taii (führt 100 Soldaten oder ein Schiff)- Chuusa (erster unter mehreren Taii)
Ginsho (Silbergeneral, Zahlen variieren. Für einzelne Expeditionen werden die Truppen jeweils von einem Ginsho angeführt)
Kinsho (Goldener General, führt eine Truppengattung an. Es gibt daher sieben Kinsho.)
Gyoukusho („Juwelengeneral“ - zur zeit nicht besetzt)


Verwaltung und Regierung

Kinkoku wird von Kriegern regiert. Alle Personen in höheren Ämtern haben irgendwann eine Kriegerausbildung abgeschlossen und sind Samurai unter den Kinsho. Dieses Regierungssystem wird in Kinkoku selbst als bakufu (Militärherrschaft) bezeichnet. Selbstverständlich sind nach langer Beamtentätigkeit nicht alle diese Samurai mehr in ihrer kämpferischen Bestform, doch im Zweifelsfall könnten sie alle zu den Waffen gerufen werden. Eine Kriegerlaufbahn ist für das Erreichen eines offiziellen Postens in Kinkoku jedenfalls unerlässlich. Auch die gesamte Wirtschaft und Produktion ist letztendlich auf den Erhalt und Ausbau der militärischen Schlagkraft ausgerichtet. Das Land ist nicht in Verwaltungsbezirke unterteilt, sondern wird zentral von Zhang Qi aus regiert. Zwar gibt es viele dezentrale Nahrungsspeicher und Steuersammelstellen, doch wird deren Verwendung aus der Hauptstadt bestimmt.

Die Samurai

Als Samurai bezeichnet man in Kinkoku jene Krieger, die nach einer Ausbildung und einer mehr oder weniger langen Bewährungsprobe in den lebenslangen Dienst für das Land eingetreten sind. Ihre Verpflichtungen gegenüber ihren Herren, den Kinsho, sind sehr viel weitreichender als die eines nur zeitweise angeheuerten Soldaten. Sie sollen durch ihr Verhalten und ihre Opferbereitschaft ein positives Beispiel geben und Kinkoku Ehre machen. Gleichzeitig ist mit diesem Verhältnis eine Fürsorge des Herrn für seinen Samurai verbunden, die sich auch auf dessen Familie erstreckt. Während es in Bedarfszeiten relativ einfach ist, sich als Soldat anheuern zu lassen, ist es nur einer Elite vorbehalten, zum Samurai ernannt zu werden. Dies ist jedoch wie gesagt auch Voraussetzung für eine Karriere im Staatsdienst. Der Rang des Samurai war in früheren Zeit erblich, ist es heute jedoch nicht mehr. Dennoch gibt es einige Familien, die sich auf eine lange Tradition in diesem Dienst berufen können.

Charakter Kinkokus

Charaktereigenschaften:

Die Menschen Kinkokus gelten in Makrabar gemeinhin als rauh und etwas laut. Tatsächlich ist es aber eher die Demonstration von Stärke, die ein bezeichnender Teil des Lebens in dieses Landes ist, sei es im Ernst oder zum Vergnügen. Dies kann, muss aber nicht, mit Lautstärke einhergehen. Zudem entsteht häufig der Eindruck, dass die Bewohner Kinkokus vor allem untereinander etwas weniger förmlich und subtil wären als die Bewohner Makrabars. Das sollte aber wiederum nicht verwechselt werden mit fehlendem Hierarchiebewusstsein, da gerade Gehorsam und Loyalität in Kinkoku eine sehr wichtige Rolle spielen. Manchmal scheint das Informelle ohnehin nur eine Fassade zu sein, hinter der sich ein berechnendes Abschätzen eines möglichen Gegners verbirgt.

Das Leben in Kinkoku ist hart und zeichnet die Bewohner. Viele sind arm und ungebildet, haben einen mehr als schiefen Lebenswegs und schlagen sich im wahrsten Sinne des Wortes durch. Wer Geld und Einfluss hat, hat sich diesen meist hart erkämpft und muss sich ständig neu beweisen. Das erfordert viel Kraft, Können und eiserne Disziplin. Wer nichts davon hat, geht unter. Doch auch wer sehr tief gefallen ist, kann in diesem Land seine zweite Chance erhalten.

Beispiele für typische Charaktere aus Kinkoku: Krieger, Samurai, Soldaten, Strategen, Schüler und Meister der Kampfkünste, Seeleute, Schiffskapitäne, Schwertschmiedemeister, Kriegsalchemisten, Handwerker, Metallarbeiter, Bergarbeiter, Sumo-Ringer, Grubenkämpfer, Ronin, Shinobi, Waffenhändler, Bauern, Fischer, Straßenmusiker, Tagelöhner, Diebe, Scharlatane, Mörder, Giganten, Glücksspieler, Trinker…

Aussehen (OT Info):

Die Kleidung für Kinkokucharaktere orientiert sich grob an japanischer Kleidung vor allem der Sengoku/Edo-Zeit - also so wie man sie z.B. in den Samuraifilmen von Akira Kurosawa sehen kann. Ähnlich wie dort ist die Kleidung auch eher schlicht und bodenständig, gern auch etwas staubig und abgetragen. Es dominieren gedeckte Farben wie indigo, grau und schwarz. Gerade kriegerische Charaktere können auch außerhalb von Kämpfen Rüstungsteile tragen. Als ein Zeichen für die Zugehörigkeit zur Metallprovinz gilt das Schriftzeichen für Metall/Gold: 金

Sprache

Die angestammte Sprache oder besser der Dialekt Kinkokus ähnelt dem, der auch in der Feuerprovinz Makrabars verbreitet ist. Viele Worte sind in beiden Provinzen verständlich. Jedoch ist gerade in ländlichen Regionen Kinkokus eine vergeichweise altertümliche Redeweise verbreitet, die für manchen Makrabari und selbst Einwohner Kinkokus aus der Hauptstadt unverständlich sein kann. Eine Besonderheit der Sprache ist auch die sehr unterschiedliche Wortwahl bei Alten und Jungen, Frauen und Männern oder ranghohen und rangniederen Personen. Da der Dialekt deutlich anders ist als die Hochsprache Makrabars, können viele Bewohner Kinkokus die offiziellen Ortsnamen in ihrer Provinz nicht richtig aussprechen und geben den Orten daher abgewandelte Namen. So wird beispielsweise aus Zhengqi im Dialekt Zenji und aus dem Fluss Hiuxin der Ueji-gawa. (Eine Auswahl gebräuchlicher Phrasen im Dialekt Kinkokus findet sich hier.)

Bekannte Familienclans

Familie Tora - bekanntester Clan Kinkokus

Familie Jingbi - die einflussreichsten Händler und Geldverleiher Kinkokus

Familie Yapien - bekannte Brauerei-Dynastie aus Zhang Qi

Familie Kuroken - Waffen- und Metallwarenhändler


broken_crown/haeuser/makrabar/metallprovinz.txt · Zuletzt geändert: 2019/07/02 13:38 von weisser_rabe