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broken_crown:haeuser:makrabar:leg_feuer_ursprung

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broken_crown:haeuser:makrabar:leg_feuer_ursprung [2016/12/21 11:20] (aktuell)
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 +====== Legende vom Ursprung der Feuerprovinz ======
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 +Vor langer, langer Zeit, als Götter und Dämonen noch auf der Erde und im Himmel wandelten und es keine Menschen gab, da konnten die Tiere in Makrabar sprechen. Wie überall herrschte auch unter ihnen das Gesetz des Stärkeren vor. Zwar gab es Tiere, die versuchten, ihre Natur gegebenen Instinkte zu ignorieren und so friedlich wie möglich mit einander zu leben, doch blieb das oft ein "​schöner Traum"​. \\
 +\\
 +In einer Gegend, die völlig von Wald bewachsen war, herrschten allerdings die Fuchsgeister. Sie hatten sich für die dunklen Wälder entschieden,​ weil es ihrer Natur des Verbergens entsprach. Auch mochten sie es, wenn sie nach einem gelungenen Streich, einfach vor den sie verfolgenden Tieren, im Unterholz verschwinden konnten. Da sie sich dort sehr wohl fühlten, siedelten sich immer mehr Fuchsclans an. Oft waren ihre Nachbarn Ziel ihrer Späße und Streiche. Und auch wenn sie niemals irgendeinem Tier etwas ernsthaft gefährliches Taten, so ärgerten sich die Nachbarn so sehr über ihr Verhalten, das sie eines Tages mit starken Bären, flinken Bibern und emsigen Termiten eine hölzerne Palisade um ihr Gebiet errichteten. Von da an lachten sie die Fuchsgeister aus - denn nun mussten sie sich etwas Besonderes einfallen lassen um ihren Schabernack weiter treiben zu können. Doch die Fuchsgeister waren zu stolz, um sich weiter mit ihnen zu befassen. Es gab ja noch andere Nachbarn - etwas weiter entfernt zwar - aber gut genug. Dennoch vergaßen sie die Demütigung nicht.\\
 +\\
 +Dann geschah es aber, das der Sommer kam. Er brachte unheimliche Hitze. Alles vertrocknete und Staub legte sich über den dichten Wald der Fuchsgeister. Als sogar das Wasser in den Bächen zu einem dünnen Rinnsal geworden war, da erschienen die Tiere des Waldes vor dem Oberhaupt der Füchse und fragten ihn um Rat. Doch gegen die Mächte der Natur war selbst er hilflos. Doch er beschloss, alle Anführer der Fuchsgeister-Familien zu einem Rat zusammen zu rufen und zusammen würden sie sicher eine Lösung finden. Er gab den Tieren sein Versprechen,​ dass sie in einer Woche wieder Wasser hätten. Die Tiere dankten dem Oberhaupt der Fuchsgeister und gingen wieder ihrem Tagwerk nach.\\
 +Als zwei Tage vergangen waren, trafen sich der Wolf und der Dachs.\\
 +"Ho, Bruder Dachs. Ich grüße dich!"​\\
 +"Ho, Bruder Wolf - ich dich ebenfalls. Sag an - du kommst auf der Jagd doch viel herum - hast du schon etwas vom Rat der Fuchsgeister vernommen?"​\\
 +"​Leider nein! Ich muss dich enttäuschen. Aber ich halte die Ohren und Augen gerne für dich offen."​\\
 +"Ich danke dir, Bruder Wolf!" und der Dachs verneigte sich zum Abschied vor ihm.\\
 +Wieder vergingen zwei Tage und der Wolf begegnete dem Dachs erneut - dieser schleppte gerade einige vertrocknete Beeren zum Bau. \\
 +"Ho, Bruder Wolf! Ich grüße dich."​\\
 +"Ho, Bruder Dachs, ich dich ebenfalls. Ich habe etwas erfahren."​\\
 +"Sag doch - was ist es? Wann haben wir wieder Wasser?"​\\
 +"Das weiß ich leider nicht, aber ich habe gesehen, wie der Rat der Fuchsgeister zu unseren Nachbarn vor die Palisade gegangen ist. Du weißt ja, in ihrem Gebiet fließt ein großer Fluss. Sicher haben sie um Wasser gebeten. Und weißt du, was unsere Nachbarn taten? Sie lachten lauthals über die Bitte. Sie sagten den Fuchsgeistern,​ dass sie dieses Mal nicht auf den Trick herein fallen würden. Und sie seien doch Götter? Warum zauberten sie nicht einfach einen tiefen See, wenn sie Wasser bräuchten?"​\\
 +"Oh, welche Unverschämtheit!"​\\
 +"Du hast recht - die Fuchsgeister schüttelten ihre Fäuste und dann steckten sie die Köpfe zusammen. Danach gingen sie alle in eine Richtung davon. Ich folgte ihnen neugierig und sah - wie sie auf einer der verdorrten Lichtungen im Süden ein magisches Ritual abhielten. Und dann geschah etwas Unglaubliches. Einige Götter erschienen. Die Füchse warfen sich zu Boden und baten um Wasser. Doch die Götter wollten etwas als Gegenleistung. Da sprang einer der Fuchsgeister auf und schrie sie an: "Was bildet ihr euch ein? Ihr denkt wohl, ihr könnt euch alles erlauben. Denkt ihr, wir wissen nicht, das die Hitze von euch kommt. Ihr macht das Wetter und wollt uns quälen. Und nur weil wir unter euch stehen, gebt ihr uns nun kein Wasser. das ist ungerecht!"​ Und noch ehe die anderen Füchse eingreifen konnten, zogen sich die Götter beleidigt zurück. Da flehte das Oberhaupt der Füchse noch einmal: "​Bitte! Ihr müsst ihm vergeben. Wir sind alle am Verdursten. Doch das Wasser ist nicht für uns allein, alle Tiere im Wald zählen auf uns. Ich gab ihnen mein Ehrenwort in einer Woche Wasser zu beschaffen. Wenn wir eine andere Lösung wüssten, hätten wir euch nicht darum gebeten. Ich verspreche alles zu tun, damit ihr eine entsprechende Gegenleistung bekommt."​ Da vernahm ich eine Stimme wie Donner aus dem tiefblauen Himmel: "Das hättet ihr euch vorher überlegen sollen! Wer es wagt so mit uns zu sprechen, der erhält weder Gaben noch erfährt er Gnade! Du bist das Oberhaupt der Clane. Und du hast nichts gegen diese Worte getan. Also trägst du die Verantwortung! Neun Familien seid ihr, und deshalb werden alle neun bestraft werden."​ Dann war es still. Das Oberhaupt der Fuchsgeister sank in sich zusammen und begann zu weinen. Doch die anderen schlossen sich dem Aufrührer an und wüteten gegen die Götter und ihre Allmacht. Bis auf zwei weiterer Füchse, die sich lieber berieten, was nun zu tun sei.\\
 +"Und was geschah dann, Bruder Wolf?"​\\
 +"​Nichts. Alles blieb still. Zu still, für meinen Geschmack. Daraufhin verteilten sich die Füchse wieder und ich eilte hier her."​\\
 +"Daran hast du gut getan. Aber welche Strafe werden die Götter schicken? Und was wird dann aus uns? Wir haben doch nichts mit der ganzen Sache zu tun!"​\\
 +\\
 +Als wenn die Götter die Worte des Dachses vernommen hätten, kam Wind auf und wurde rasch stärker. Der Himmel verdunkelte sich und ein schweres Unwetter zog heran. Bleiern lagen die Wolken über dem Wald. Alle Tiere verkrochen sich oder suchten einen notdürftigen Schutz. Also sollte ein Unwetter die Strafe sein? Und obwohl alle die Last der Naturgewallten spürten, viel kein einziger Tropfen Regen herab. Dann tat es auf einmal einen schrecklichen Schlag, so das allen Tieren die Haare zu Berge standen. Ein Blitz fuhr herab und schlug in einen der größten Bäume des Waldes ein. Sofort fing das trockene Laub und das verstaubte Holz Feuer. Wie eine Fackel leuchtete der Baum weit. Noch weitere acht Mal Donnerte es mit aller Gewalt und weitere acht Blitze sausten hernieder und mit jedem Blitz ging ein Baum in Flammen auf. Neun Bäume, an allen Ecken des Waldes, brannten lichterloh. Rasch setzten die Flammen von einem zum nächsten Baum über und ehe sich die Tiere versahen, stand ihr schöner dichter Wald in Flammen. Die Feuer waren gierig und schnell. Aus einzelnen Brandherden wurde rasch ein Inferno. Alle Tiere flohen. Als der Dachs mit seinen Kindern im Schlepptau und seiner Frau, die das Jüngste trug, am Waldesrand gegenüber der Palisade eintraf, sah er viele Tiere die ebenfalls eine heillose Flucht hinter sich hatten und nun außerhalb des Waldes verschnauften. Gerade eilte das Wolfrudel heran. Einigen unter ihnen war das Fell versengt worden. Doch nicht alle Tiere des Waldes schafften es zu entkommen. Als alle Flüchtlinge versammelt waren, traten die Fuchsgeister vor. Auch sie hatten Opfer bringen müssen und der Wolf konnte weniger Fuchsgeister ausmachen, als zuvor. \\
 +"Tiere des Waldes!"​ begann ihr Oberhaupt zu sprechen. "​Dieses Feuer ist meine Schuld. Ich gestehe es. Wir wollten die Götter um Wasser bitten, doch habe ich sie respektlos behandelt und so haben sie uns bestraft. Ich bin es nicht länger wert, euer Anführer zu sein. Ich übernehme alle Verantwortung und werde hier und jetzt sepukku begehen."​\\
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 +Sofort kniete er nieder und sein Sekundant trat mit einem riesigen Schwert vor. Alle waren zutiefst bestürzt. Der alte Fuchsgeist hatte sie stets weise und klug geführt. Er war ein beliebter Herr. Als die Füchse schwiegen, und das Messer in der Pfote bereits aufblitzte, hielt es den Wolf nicht länger an seinem Platz. "Halt! Wartet! Das ist nicht gerecht!"​ - alle sahen ihn erschrocken an, da er so rüpelhaft auftrat. Doch als die Blicke der Füchse ihn trafen, ging er schluchzend in die Knie und schwieg. Da trat der Fuchsgeist, der die Götter beleidigt hatte, vor und gestand seine Tat. Er allein, sagte er, sei Schuld an der Rache der Götter. Doch wieder traten weitere Anführer vor und gestanden vor allen Tieren, nach dem die Götter sich zurückgezogen hätten, ebenfalls gegen sie gescholten zu haben. Die beiden Füchse, die sich beraten hatten, konnten den Verlauf bestätigen. Dennoch wollte sich der Oberste Fuchs nicht seiner Verantwortung entziehen und bat um den Segen der versammelten Tiere. Da trat der Dachs vor: "Herr. Wenn das Feuer erloschen ist und wir wieder nach Hause können, dann kannst du tun, was du tun musst. Aber noch bist du unser Herr und trägst die Verantwortung für uns alle. Und so wie es scheint, stehen nun alle Clane der Fuchsgötter wieder geschlossen hinter dir. Also bitte ich dich, hilf uns. Lass uns, in der Stunde der Not, nicht allein."​\\
 +Eine Träne glitzerte in den dunklen Augen des alten Fuchses. Gerade wollte er etwas erwidern, da schallte der Ruf der Elstern über die Versammlung. "Seht doch nur! Das Feuer hat bereits den halben Wald verschlungen,​ doch sein Hunger ist unersättlich. Jetzt verbrennt es auch die Wiese. Es kommt unaufhaltsam auf uns zu!" \\
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 +Alle erschraken, denn das Feuer zischte und dampfte, als es über die trockene Ebene raste. Direkt auf die Flüchtlinge und die Palisade ihrer Nachbarn zu. Kurz berieten sich die Füchse und gingen dann entschlossen zum Tor der Palisade. Sie riefen die Wachen an - zwei Eber - und baten um ein weiteres Gespräch mit dem Herrn der Nachbarn - einem wunderschönen Pfau. \\
 +Dieser war bereits auf der Palisade und blickte besorgt auf das wütende Feuer. Die Füchse und alle Tiere übersah er fast. "Was wollt ihr?" fragte er herablassend. "Wir bitten um deine Hilfe! Ein weiteres mal. Wie du sehen kannst, ist es uns nicht gelungen Wasser herbei zu zaubern. Das Feuer hat uns arg zu gesetzt. Doch nun bedroht es unser aller Leben. Bitte nimm uns bei dir auf. Wir verlangen keine Unterkunft und Verpflegung,​ nur den Schutz hinter deiner Palisade. Bitte, rette uns!" und sie gingen geschlossen in die Knie. \\
 +Da lachte der eitle Pfau: "Woher denn dieser Sinnes Wandel? Wenn ich euch aufnehme, wer sagt mir dann, das ihr nicht bleiben wollt. Denn euer Zuhause ist vernichtet und ihr könnt nirgends hin. Ich sage: Nein!"​\\
 +Da flehten die Füchse erneut und auch alle Tiere, die immer mehr in Panik gerieten, gingen ebenfalls in die Knie. "Nein! Unser Graben wird das Feuer aufhalten und uns beschützen. Aber wenn ihr euch beeilt, dann könnt ihr vielleicht auch noch einen Graben buddeln. Den könnt ihr dann gleich als euer Grab verwenden. Ha,​ha,​ha!"​ und er zog sich zurück. Und wirklich, vor der Palisade war ein Graben gezogen worden, der nur über eine kleine Brücke, die zum Tor führte, zu überqueren war. Schon öffneten sich die Tore und die Eber begannen die Brücke ab zu schlagen. Als einige Tiere zum offenen Tor eilten, wurden sie von Spießen daran gehindert, hinter die Palisade zu kommen. Einige wurden sogar aufgespießt.\\
 +"Jetzt reicht es. Wir müssen uns vor dem Feuer schützen und unseren Feinden eine Lektion erteilen. Wer hat eine Idee!?"​ rief der alte Fuchsgeist und seinen Clan Leuten gelang es fast nicht mehr, die panischen Tiere zusammen zu halten. Da wagte sich ein kleiner Maulwurf nach vorne. Er verbeugte sich tief und als der Fuchs ihn bat zu sprechen, sagte er: "Wir könnten versuchen, das Feuer zu leiten, Herr. Wenn wir alle zusammen einen Graben anlegen, den wir mit trockenem Gras füllen, dann könnten wir das Feuer in den Graben unserer Feinde leiten. Dort wird es dann sicher das Holz der Palisade fressen. Und die restliche Wiese bleibt verschont."​ \\
 +"Ich danke dir, Maulwurf. Wir sollten es versuchen, ansonsten sind wir alle verloren."​\\
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 +Und schon begann der erfahrene Maulwurf, Tiere ein zu teilen. Alle gingen mit Eifer zu Sache. Die Kinder rissen das Gras aus, während die anderen gruben. Die Vögel überwachten alles von oben, gaben Signal, wenn das Feuer zu nah war oder die Windrichtung drehte. Unter dem höhnischen Gelächter der Palisaden Wachen wuchs der Graben rasch an. Gerade weil auch die Fuchsgeister graben halfen, kamen sie gut voran. Doch das Feuer war schneller. Immer öfter mussten die Vögel Warnlaute ausstoßen. Immer heißer wurde die Arbeit für die Tiere. Schon versenkten die Flammen erste Barthaare und Schwänze. Als es aussichtslos erschien, wollten die Tiere flüchten. Doch der Oberfuchs stellte sich ihnen in den Weg. \\
 +"Nur gemeinsam schaffen wir es. Es werden einige sterben - aber dafür werden all die anderen leben!"​ und er begab sich selbst an die gefährlichste Stelle. Mutig schaufelte er Erde aus dem Grund - obwohl sein Fell bereits zu rauchen anfing. Von seinem Mut angespornt, gruben auch die andern weiter. Schließlich pickten sogar die Vögel mit. Immer wieder wurde eines der Tiere ein Opfer der Flammen, aber die Gruppe gab nicht auf. Und dann erreichten sie endlich den Graben um die Palisade. \\
 +Da nun offensichtlich wurde, worauf das Arbeiten der Waldtiere hin aus laufen würde, lachte niemand mehr. Panik erfasste die Soldaten der Pfauen. Dieser herrschte sie an und befahl den flinken Mardern, auf die Tiere vor der Palisade, mit Pfeilen zu schießen. "Sie dürfen nicht fertig werden. Haltet sie auf!" schrie er so laut, das er selbst die prasselnden Flammen über tönte. \\
 +Als die ersten Tiere unter den Pfeilen der Feinde fielen, aber nicht wichen, da hatte einer der Götter Mitleid. So tapfer und treu hatte er die Tiere des Waldes nicht eingeschätzt. Und auch das Oberhaupt der Füchse hatte sich Ehre gemacht. Und obwohl sein Bruder dagegen war, schickte er einen eisigen Regen, der die Flammen löschen sollte. Gerade als sich die Regenwolken über der Wiese zusammen ballten, hatten es die Tiere des Waldes endlich geschafft. Das Feuer war ihrer Spur gefolgt und sprang nun in den Graben vor der Palisade. Kurz schien es zu verharren, dann aber merkte es - hinter sich, im Graben war alles trockene Gras aufgezehrt - aber vor ihm, das stand eine Wand aus Holzstämmen. Hungrig und gierig stürze es sich auf die Palisade. Die Soldaten der Pfauen flohen. Doch mussten sie erkennen, dass inzwischen ihr falscher Herr schon einen weiten Vorsprung hatte.\\
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 +Da rauschte der eisige Regen herab. Die Freude über das Wasser, wich Entsetzten. Denn die Regentropen glichen Eiszapfen. Nur so konnte dem übermächtigen Feuer Einhalt geboten werden. Für die erschöpften Tiere, konnte das allerdings erneut den Tot bedeuten. Da trat der Fuchsgeist vor, der die Götter beleidigt hatte: "Hört mir zu, ihr tapferen Tiere! Ich will euch retten. Wenn wir uns ganz nah an den Rand des Grabens setzten, dann wird uns das Feuer, das die Palisade frisst, wärmen wie ein Feuer im Kamin. Folgt mir!"​\\
 +Und so geschah es. Der Fuchs beobachtete genau, wie sich alle der Palisade gegenüber ein Plätzchen suchten, half den Verwundeten und Alten, sammelte verloren gegangene Kinder ein und ruhte nicht, bis sich alle aufwärmen konnten. Der Eisregen war immer noch sehr kalt, aber so starb niemand daran. \\
 +Das Feuer fraß noch den ganzen Nachmittag, so dass nichts von der Palisade übrig blieb. Erst dann endete der Regen so schnell, wie er gekommen war. Die Sonne kam hervor und brachte sommerliche Wärme, die jedoch zu ertragen war. Die Natur begann sich wieder zu beruhigen. Die geretteten Tiere sahen sich um. Drei Viertel des Waldes waren verbrannt. Nur eine schwarze Ruine war geblieben. Die Wiese war halb verkohlt, halb waren die Büschel ausgerissen worden. Der alte Fuchs war in den Flammen um gekommen und der wütende Fuchs erfroren. Aber die Feinde waren vertrieben und viele, viele Tiere hatten überlebt. Ein Neuanfang war möglich. Es folgte ein fröhliches und rauschendes Fest. Und da die Familien der Hamster, einiges ihres Saké Vorrates hatten bergen können, floss er in Strömen. Er war trotz des Eisregens immer noch warm von der Glut des Feuers. Die Tiere beschlossen,​ nach den alt hergebrachten Tagen der Trauer, ihre Wohnungen und Arbeitsstätten neu zu errichten, den Fluss als Wasserquelle in Anspruch zu nehmen und den Göttern gegenüber immer den nötigen Respekt zu erweisen.\\
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 +Seit damals hat diese Region den Namen: Feuerprovinz. Sie erstand wieder, als eine der schönsten in ganz Makrabar. Den neun Clanen der Fuchsgeister wird bis heute Ehre gezollt. Im Wappen der Feuerprovinzmeister-Familie sieht man den Fuchs mit neuen Schwänzen. Auch der Rat der "​Neun",​ die den Provinzmeister beraten, soll auf diese Tage zurückgehen. Bis heute gelten die Bewohner der Feuerprovinz als treu, tapfer und klug. Sie halten zusammen und sind stolz auf ihre Provinz. Und niemals würden sie dem Hochphönix in den Rücken fallen. Dennoch gelten sie auch als lustig und den schönen Künsten zu getan. Auch gibt es ein Sprichwort, das seit jener Zeit existiert. Als der Fuchs, der die Götter beleidigt hatte, der letzten Familie zum Graben half und sie ihn dankbar ansahen, soll er gesagt haben:\\
 +"Seht doch. Das Feuer wärmt uns und verbrennt unsere Feinde."​
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 +//Autor: Andreas Konrad//
  
broken_crown/haeuser/makrabar/leg_feuer_ursprung.txt · Zuletzt geändert: 2016/12/21 11:20 von weisser_rabe