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Hierarchie des Pfads des Qi

An der Spitze des Pfades des Qi steht das Orakel der vier Winde, auch wenn es von vielen nur als symbolisches oder geistiges Oberhaupt gesehen wird. Ausgebildet wird das Orakel von einer Frau oder einem Mann, welche den Ehrentitel „Laoshi“ tragen. Der oder die Laoshi nimmt meistens eine elterliche Rolle ein, da das Orakel schon im frühkindlichen Alter den Pfad beschreiten soll. Es gibt aber auch Laoshi, die nur wenig älter als das Orakel selbst sind und in der Entfaltung ihrer Fähigkeiten die Rolle eines Tutors eingenommen haben. Ein Laoshi wird zunächst von den vier Großmeistern - siehe unten - bestimmt. Sollte der oder die Laoshi des bereits ausgebildeten Orakels dahin scheiden, wählt das Orakel selbst einen Nachfolger aus.

So wie es vier Himmelsrichtungen gibt, in die ein Pfad führen kann, gibt es vier große Disziplinen, denen sich das Qi widmet: Die Philosophie (Pfad der Drachenschildkröte), die nicht-alchemistische Heilkunst (Pfad der Schlange), die Qi-Formung (Pfad des Qilin), eine Mischung aus Zauberei und Mystik und die Atemkunst, welche Taiji genannt wird (Pfad des Kranich). Jede dieser Disziplinen hat einen Großmeister mit festem Sitz in Qishi. Bei diesen Großmeistern handelt es sich um erfahrene Experten der jeweiligen Kunst. Sie sind in der Regel die talentiertesten und auch nicht selten die ältesten Mitglieder einer Disziplin. Es ist ihr Privileg, kurz vor ihrem Tod einen Nachfolger zu bestimmen. Im hohen Alter kommt oft auch die nötige Weisheit und Einsicht um kurz vor ihrem Ende diesen schweren Schritt zu gehen. Vereinzelt kam es vor, dass ein Großmeister der Wanderer auf den Pfaden des Qi plötzlich und unerwartet gestorben ist. In diesem äußerst seltenen Fall wird eine Form von Turnier abgehalten, in der sich die Meister jener Disziplin messen müssen. Die Richter sind hierbei traditionell die übrigen Großmeister und der Laoshi. Die Großmeister nehmen, obgleich sie natürlich einen Eigennamen besitzen, bei Antritt ihres Amtes einen Titel an, der stets gleich bleibt - und so Uneingeweihten den Eindruck vermittelt, die jeweiligen Großmeister wären wiederum uralt und schon sehr lange im Amt.

Der Großmeister des Kranich steht dem Pfad des Taiji vor. Die Großmeisterin der Schlange führt den Pfad der Heilkunst an, während der Großmeister der Philosophie den Beinamen “Meister Drachenschildkröte” trägt. “Meister Qi-Lin” zu guter letzt führt die Qi-Former an.

Den größten Teil des Ordens bilden die übrigen Ränge der Liudong. Das Wort Liudong (“Wanderer) bezeichnet dabei jemanden, der auf den Pfaden des Qi wandelt - gleich, welchen Grad er erreicht. Unter den Großmeistern stehen die Shifu. Sie sind erfahrene Liudong und haben die Berechtigung erhalten, sich einen Schüler zu wählen und diesen zur Ausbildung mit auf Reisen zu nehmen, damit sie einst zu Banggong - ausgebildete Liudong, die keine weitere Führung mehr benötigen - werden können. Die Schüler, zumeist Kinder und Jugendliche, werden Xinshou genannt.

Da die Großmeister geachtete und geehrte Persönlichkeiten sind, die im Alltag auch die Geschicke der Windprovinz lenken, besitzen sie auch das Recht an den Sitzungen des Rats der (Provinz-) Meister teilzunehmen. Dies führt jedoch zu einigen Besonderheiten: Wie jede andere Provinz auch, besitzt die Windprovinz im Rat der Meister genau eine Stimme - die sie jedoch nur selten ausübt. Die Windprovinz hat zu zwecken der Stimmabgabe zu Beginn einer Sitzung einen Sprecher zu ernennen, der dieses Stimmrecht ausübt. Diese Position wird traditionell meist durch den Laoshi besetzt, kann aber theoretisch von jedem Großmeister oder auch von einem angesehenen Shifu wahrgenommen werden. Damit wollte man einst verhindern, dass die Windprovinz bei wichtigen Angelegenheiten nicht im Rat vertreten ist oder die Großmeister nicht dem Rat beratend zur Seite stehen können, weil sie gleichzeitig in Konflikt mit den Interessen der Windprovinz stehen. Dies kann aber theoretisch dazu führen, dass sowohl die vier Großmeister als spirituelle Berater als auch der Laoshi als Sprecher der Windprovinz an einer Sitzung des Rats der Meister teilnehmen - etwas, was jedoch in all der Zeit seit Etablierung des Rates noch nie vorgekommen ist.

Rangperlen

Natürlich tragen auch Liudong Rangperlen, um ihren Platz in der Gesellschaft zu kennzeichnen. Das Orakel der Vier Winde trägt neben der Holzperle sowohl die Onyxperle als auch die Perle aus Roter Jade. Die Rosenquarz-Perle trägt das Orakel jedoch erst, wenn seine Ausbildung beendet ist und es nicht mehr unter der Vormundschaft des Laoshi steht. Üblicherweise überreicht der Hochphönix einem Orakel auch die Perle aus Grüner Jade, jedoch besitzt das Orakel natürlich kein Anrecht darauf. Der Laoshi trägt neben der Holz- und der Rosenquarzperle auch die Perle aus Onyx, um sein Amt als Lehrer des Orakels anzuzeigen. Die Großmeister der Pfade treffen, als Gesamtheit, die meisten politischen Entscheidungen der Windprovinz und stehen als solche ungefähr auf einer Stufe mit den Meistern der anderen Provinzen. Daher steht Ihnen neben den Holz-, Rosenquarz- und Onyx-Perlen auch die Perle aus Roter Jade zu. Shifu haben die Ehre und die Pflicht, andere auszubilden und für das spirituelle Wohlergehen auch niederrangiger Liudong zu sorgen. Längst nicht jeder Banggong wird zum Shifu, denn es ist eine Berufung wie Ehrung gleichermaßen. Somit steht den Shifu neben der Holz- und Rosenquarzperle auch die Perle aus Onyx zu. Ein Bangong hat seine Ausbildung abgeschlossen und erhält von seinem Shifu daher auch die Rosenquarzperle zu seiner Holzperle hinzu. Nur die Holzperle trägt ein Xinshou (Schüler) als gebürtiger Makrabari. Er hat noch viel zu lernen und gilt bis zum Erreichen der Bangong-Stufe als unmündiges Kind.

Soweit die Theorie - in der Praxis kommt es immer mal wieder zu Abweichungen. So mag ein Liudong in einem abgelegenen Bergdorf immer nur die Holzperle tragen, obgleich er höchsten Respekt genießt, da sein Shifu starb, bevor er dem ehemaligen Schüler die Rosenquarzperle überreichen konnte und der Liudong niemals den beschwerlichen Weg nach Qishi angetreten hat, um sich diese zu holen. Auch trägt längst nicht jeder der ein Shifu sein könnte die Onyxperle - manche scheuen die Aufgabe und die Verantwortung und sind mit dem Leben eines einfachen Wanderers mehr als zufrieden.

Überblick zur Hierarchie auf dem Pfad des Qi

Orakel
der vier Winde
Laoshi
Großmeister
Pfad der Drachenschildkröte
Großmeister
Pfad des Kranichs
Großmeister
Pfad der Schlange
Großmeister
Pfad des Qilin
Shifu Shifu Shifu Shifu
Banggong Banggong Banggong Banggong
Liudong Liudong Liudong Liudong
Xinshou Xinshou Xinshou Xinshou

Zusammenfassung

  • Orakel der vier Winde, formales Oberhaupt auf dem Pfad des Qi
  • Laoshi, Tutor und Begleiter des Orakels
  • Großmeister, Leiter des Pfads
  • Shifu = Meister, der Xinshou mitnehmen darf
  • Banggong = ausgebildeter Liudong ohne weitere Führung durch einen Shifu [Rosenquarzperle erhalten]
  • Liudong = Wanderer (egal, welchen Grad jemand erreicht, der auf den Pfaden des Qi wandelt, er wird immer ein Liudong sein)
  • Xinshou = Kinder/Jugendliche, die mit Liudong reisen und von ihnen lernen
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