Broken Crown - Wege der Macht
28.06. bis 02.07.2017
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Religion in Lehte

Der Glaube der Vier

Das Zeichen der Vier

Das Wichtigste bei der Religion der Vier ist, dass es nur eine Religion ist. Die Verehrung von zum Beispiel der Göttin Ronar ist nicht denkbar, wenn man nicht gleichzeitig auch die anderen drei Götter verehrt. Entsprechend gibt es bei uns auch nur eine Glaubensgemeinschaft, eine Kirche der Vier, und nicht etwa vier Teilkirchen. Caroline de la Santez , Herata des Klosters Nor Abban, bei einer ersten Lehrstunde vor neuen Novizen.

Vorherrschend in den Ländern der Mitte ( Aquilien, Tulenin und Ulshar ) ist der Glaube an die Vier Götter:

Tavis
Tavis ist der Gott des Wandels. Dieser treibt alles voran, beständig auf der Suche nach Neuem. Er fördert das Wachstum der Pflanzen, Tiere, der Menschen und des Geistes. Doch er bleibt nicht stehen, so dass das Reife wieder verdirbt.
Ronar
Ronar, die Göttin der Bewahrung. Beharrlich pflegt sie, was bereits vorhanden ist, merkt sich alles und schreibt es auf, so dass es nicht in Vergessenheit gerate. Sie schützt, was von Zerstörung bedroht ist. Fest beharrt sie auf Ordnung, schützt nicht nur die Dinge, sondern auch das gegebene Wort.
Gasset
Gasset, der Gott des Inneren. Nicht einfach sind seine Gaben zu erkennen, ruhen sie doch im Inneren, verborgen vor dem Blick des Betrachters. Er rührt die Seelen der anderen, so dass sie fähig sind zu fühlen. Er bringt Liebe, Mitleid, Freude und alles, was den Menschen glücklich macht.
Olja
Olja, die Göttin des Äußeren und des Stofflichen. Sie ist die, welche das Maß bestimmt. Alles was ohne Maß ist wird verderben. Fehlt ihre Gunst, wird alles schaden, ist sie gewogen, wird alles nutzbringend. So wie sie das Ende der Dinge gibt, schenkt sie auch das Ende des Lebens, dass dem einen ein Verlust, dem anderen ein Gewinn ist.
Vom Menschen

Die Vier Himmlischen waren es auch, die die Menschen erschufen. Einen Funken ihrer göttlichen Macht legten sie in den Menschen als Seele, damit er sich vom Tier unterscheide: Tavis gab die Fähigkeit zu wachsen und sich zu entwickeln. Ronar fügte das Vermögen sich zu erinnern hinzu. Gasset gab die Fähigkeit zu fühlen. Und Olja schenkte dem Menschen den Segen der Sterblichkeit. Bei der Geburt jedes Menschen, geben die Götter dieses Geschenk erneut, doch die Anteile der Einzelnen zum Ganzen entwickeln sich unterschiedlich, wie auch die Menschen sich unterscheiden.

Von der Kirche

Der Glaube an die Vier wird den Gläubigen durch die Kirche der Vier auf Lethe vertreten. Es gibt also keine Priester oder Kirchen der einzelnen Gottheiten, es gibt eine Kirche der Vier, und deren Priester, die Herune (Ez. Herun, weibl. Heruna), vertreten den gemeinsamen Glauben an die Vier. Grundprinzip des Glaubens ist die Harmonie. Sie aufrechtzuerhalten bzw. zu fördern ist der Handlungshintergrund aller Herune und aller Gläubigen in Wort und Tat. Wie dies genau zu geschehen hat, darüber herrscht nicht immer Einigkeit. Junge Menschen werden in Klöstern zu Herunen heran- und ausgebildet. Danach verbleiben Sie entweder im Kloster, übernehmen die Leitung einer Gemeinde und werden dort sesshaft oder ziehen in die Welt hinaus.

Von den Herunen

Herune tragen keine einheitliche Kleidung. Gemeinsam ist jedoch allen Herunen, dass die eine Stola tragen, auf welcher entweder das Glaubenssymbol der Vier oder die vier Symbole der Götter zu sehen sind. Obwohl alle Herune immer allen Vier Göttern gemeinsam und gleichzeitig dienen und die Harmonie fördern, haben sich im Laufe der Zeit in den unterschiedlichen Klöstern doch unterschiedliche Strömungen herausgebildet, welche einen Schwerpunkt auf der speziellen Verehrung eines oder nur einiger der Vier Götter gelegt haben. So kann es durchaus sein, dass zwei Herune entsprechend unterschiedlichen Ansichten zu einem Thema haben. Herune sind in der Bevölkerung hoch angesehen, sie sind immerhin die Mittler zu den Göttern. Es ist undenkbar einen Herun direkt zu beleidigen, bedrohen oder gar zu verletzen. Man stellt sich einem Herun nicht in den Weg oder behindert ihn. Herune sind sich dieser ihrer Stellung in der Gesellschaft durchaus bewusst und werden sie nicht missbrauchen. Herune betreuen ihre Gemeinden, leiten die religiösen Zeremonien und geben Rat. Tatsächlich ist es so, dass die Einwohner von Aquillien, Tulenin und Ulshar bei allen wichtigen Entscheidungen vorher mit einem Herun (oder auch mehreren Herunen) sprechen. Aus der Summe der Weisheit dieser Gespräche trifft der Gläubige dann seine Entscheidung.

Das erklärte Ziel aller Herune ist, das harmonisches Zusammenspiel von Allem, was ist, zu stärken und zu erhalten. Wie diese Harmonie zu erreichen ist, da gibt es viele unterschiedliche Auffassungen. Es gab Herune, welche die Harmonie dadurch erreichen wollen, dass sie den menschlichen Körper und seine Funktion studiert hatten und so Wunden und Krankheiten heilten. Es gab Herune, welche die Harmonie durch die Musik stärken wollten. Es gab Herune, welche der Meinung waren, wenn sie selbst in Positionen von weltlicher Macht und Ansehen seien, dann könnten sie die Harmonie besonders gut verbreiten. Es gab Herune, welche der Meinung waren, dass Personen, welche der Harmonie abträglich waren, aus der göttlichen Schöpfung zu entfernen seinen und dies massiv betrieben.

Wer kann sagen, welche dieser Ansichten heute noch verbreitet sind? Predigt von Herun Don Alfonso

Glauben in Kalden

Vom Anfang der Welt

Der Glaube der Kalden ist sehr alt. Außerdem ist er mit einer der Gründe warum sich die Kalden einst im unwirtlichen Norden niederließen. Alles begann mit dem großen Vater und der großen Mutter. Aus dem Urnichts erschufen sie die Welt und das Licht. Da das Licht aber nicht ohne die Dunkelheit existieren, kann brauchten sie die Hilfe des Hüters der Dunkelheit. Und so kam es, dass zusammen mit dem Hüter auch das Böse in der Welt Fuß fasste. Mit dem Bösen und der Dunkelheit kam auch die Kälte.

Vater und Mutter gefiel es nicht, dass die Welt nur vom Bösen besiedelt war, deshalb schufen sie, zusammen mit ihren Kindern, die Menschheit, um gegen das Böse zu kämpfen. Mit der Hilfe der Götter schafften es die Menschen das Böse wieder in die Dunkelheit zu treiben und die Kälte zurückzudrängen, wo das Böse seitdem lauert und darauf wartet die Welt wieder mit Dunkelheit und ewigwährendem Winter zu überziehen.

Leben und Tod

Die Krähe spielt eine wichtige Rolle im Glauben der Kalden. Sie wird als Seelenvogel angesehen, der bei der Geburt die Seele in den Körper geleitet und beim Tod wieder fort bringt. Es ist üblich eine kleine Krähenfigur in der Nähe seines Bettes aufzustellen oder als Amulett zu tragen, da es heißt, dass der Seelenvogel die Seele davor beschützt in der Traumwelt verloren zu gehen.

Man glaubt, dass die Seele eines Verstorbenen sieben Tage bei seiner Sippe verweilt. Nach sieben Tagen wird das Gedächtnistrinken mit dem zugehörigen Erbschwur durchgeführt. Nach dem siebten Tag bringt der Seelenvogel die Seele zum Helgafell (dem heiligen Berg). Dort bereiten sich die Ahnen auf die letzte große Schlacht gegen das Böse vor.

Der Glaube im Alltag

Die Kalden sind recht Abgergläubig und ihr Glaube schlägt sich stark im Alltag und ihrem Wesen nieder. Sie glauben daran, dass es eine Schicksalsweberin gibt, welche die Schicksalsfäden eines jeden Menschen webt. Dennoch ist jeder in der Lage sein Schicksal selbst zu beeinflussen. Vor größeren Unternehmungen oder Geschäften werden die Götter um ihr wohlwollen gebeten. Dazu gibt es in fast jedem Haushalt kleine Götterstatuen aus verschiedensten Materialien. Je wohlhabender der Haushalt um so teurer und seltener das Material aus dem die Statuen gefertigt sind. In einem einfachen Haushalt z.B. sind die Statuen aus Holz und bei einem Clanoberhaupt vielleicht aus Silber oder Gold. In den wenigsten Fällen beschränkt sich das Bitten auf Beten oder Gesang. Meist werden zusätzlich verschiedenste Opfergaben dargebracht. Angefangen bei Duftölen oder Weihrauch, über Bernstein der Verbrannt wird bis hin zu Lebensmitteln oder Tieropfern. Das Opfern von großen Mengen an Lebensmitteln sieht man aber eher selten, da sich die meisten Kalden einen solchen Luxus nicht leisten können. Bei Tieropfern ist es anders, da man hier, in der Regel, lediglich das Blut des Tieres opfert und anschließend den Rest des Tieres verwertet. Die Schlachtung eines Tieres hat immer, auch ohne das Blutopfer oder ohne die Verwendung für ein Ritual, einen zeremoniellen Charakter.

Glaube in Makrabar

Wir wandern auf den Pfaden des Qi. Das Qi fließt in uns. Wir fließen im Qi.

In Makrabar sind die Lehren von den vier Wegen des Qi die anerkannte Staatsreligion. Hierbei unterscheiden sich diese mystisch-philosophischen Lehren stark von den starren Religionsformen mit festgelegten Gottheiten der anderen Fürstentümer Lethes. Vielmehr geht es beim Pfad des Qi um die eine Urkraft, die alles durchströmt und Auswirkungen auf jedwede Form des (Zusammen-)Lebens hat. Diejenigen, welche ihr komplettes Leben und Streben dem Erkennen und der Interpretation des Wesens des Qis widmen nennen sich Liudong, Wanderer auf den Pfaden des Qi. Neben den typisch seelsorgerischen Tätigkeiten eines Geistlichen haben sie sich der Sammlung und der Verbreitung von Wissen verschrieben und treten so nicht selten auch als Lehrer auf.

Mit dem Orakel der vier Winde steht eine der unberührbaren Grundmauern Makrabars an der Spitze des Pfades des Qi. Der Laoshi ist ein Gelehrter, der traditionell die Rolle des Beraters des Orakels einnimmt. Viele Gerüchte ranken sich um das Orakel und seine Weissagungen, die auch großen Einfluss auf den Hochphönix Makrabars zu haben scheinen. Nicht umsonst werden in der Zeit nach dem Tod des alten und bis zum Finden des neuen Orakels traditionell keinerlei weitreichenden politischen Entscheidungen getroffen.

Neben der eher intellektuellen Lehre des Pfads des Qi existieren in Makrabar weiterhin jedoch viele regionale Ausprägungen von Religion, Ahnenverehrung und der Glaube an Naturgeister. Diese werden nicht als Konkurrenz angesehen, sondern im Einklang mit den Lehren in diese eingearbeitet und ergänzen diese.

Den vier Wegen des Qi weitere spirituelle Ausprägungen dessen untergeordnet. Verschiedene Liudong fanden für sich verschiedene Interpretationen des Pfades des Qi und formten so aus ihren Lehren eigene Unterpfade. Die vier Bilder des Qi sind das Bild der Heilkunst, der Atemkunst (Tai-Qi), die Philosophie und die Kunst der Qi-Formung. Diesen sind 4 mystische Tiere zugeordnet:

  • Der Pfad der Drachenschildkröte (Philosophie) Laienpfad: Grauer Gingko
  • Der Pfad des Quilin (Qi Formung) Laienpfad: Weiße Orchidee
  • Der Pfad des Kranich (Tai-Qi) Laienpfad: Leere
  • Der Pfad der Schlange (Heilkunst) Laienpfad: Wuxíng

Mit Vorsicht und bisweilen Sorge betrachten die Großmeister des Qi in Qishi die Entwicklung einer neuen Bewegung, die sich selbst als den "Pfad des Einen Weges" bezeichnet, welcher anstrebt, die göttliche Ordnung der vier Himmelsrichtungen zu einer neuen Glaubensrichtung zusammenzuführen. Einen ausführlicheren Blick in die Religion Makrabars findet ihr im Broken Crown Wiki.

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